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Welche Gärten werden in Russland des 18. Jahrhunderts gebaut? Wie werden sie im Text beschrieben und im Bild dargestellt? Auf welche im historischen Wissen verankerten Raumvorstellungen gehen die realisierten Gartenprojekte zurück? Welche Konzepte werden im Gartendiskurs oder im Rekurs auf ihn kommuniziert? Diese Fragen wurden im Rahmen der Dissertationsschrift "Heterotopien. Studien zur Gartengestaltung im Russland des langen 18. Jahrhunderts“ erörtert.

Die Ergebnisse der Untersuchung liegen in Buchform vor:

Russisch Grün. Eine Kulturpoetik des Gartens im Russland des langen 18. Jahrhunderts. (= Histoire; 17). Bielefeld: transcript, 2010.
(Zugl.: Gießen, Univ., Diss., 2009). 442 S.
Rezensionen:
- J. Kusber, in: sehepunkte 10 (2010), Nr. 12 [15.12.2010], URL: http://www.sehepunkte.de
/2010/12/forum/geschenktipps-zu-weihnachten-133/.
- C.A. Wimmer, in: Die Gartenkunst, 23. Jg., Heft 1 (2011), S. 138-139.
- A.R. Benesch, in: Historische Gärten. Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für Historische Gärten, 17. Jg., Heft 1 (2011), S. 46.
- B.M. Sokolov, in: www.gardenhistory.ru [28.12.12]

Die Monografie stellt erstmals umfassend die Gartengestaltung in Russland einem breiten deutschen Publikum vor. Sie umreißt eine Kulturpoetik des Gartens in der Zeitspanne zwischen den letzten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts und den ersten Dezennien des 19. Jahrhunderts und zeichnet sich durch folgende charakteristische Merkmale aus:

Die Darstellung der russischen Gartenkunst siedelt sich zeitlich in einen Rahmen des langen 18. Jahrhunderts an, anstatt sich entlang der Stilwechselfragen oder innerhalb der Epochengrenzen zu bewegen.

Die Entstehungsgeschichte der Gartenanlagen, ihre Entwicklung und zeitgenössische Rezeption werden konsequent in einem gesamteuropäischen Zusammenhang betrachtet, somit bricht die Monografie mit Konventionen einer nationalkulturellen Geschichtsschreibung, die bis jetzt den Blick auf die russische Gartenkunst als Produkt einer vermeintlichen Europäisierung Russlands einengten.

Den Wechselwirkungen verschiedener Künste, die ein Gartenkunstwerk erst entstehen lassen, wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Eine herausragende Rolle spielt dabei die Verbindung zwischen Garten und Literatur. Den mannigfaltigen Facetten dieses Wechselspiels, das sich im Russland des 18. Jahrhunderts auch durch eine sprachliche Vielfalt auszeichnet, geht die Monografie nach und fokussiert zugleich die Beziehungen zu dem deutschsprachigen Kulturraum.

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